NPD`ler verpisst euch- oder warum es an manchen Tagen besonders hart ist ein Nazi zu sein. Samstag Vormittag, 10.30 Uhr, Kohlenmarkt, Fürth So etwas nennt man wohl umzingelt oder auch „in die Enge getrieben": Direkt hinter den fünf, von Minute zu Minute armseliger und erbärmlicher wirkenden NPD`lern steht ein Infostand der Linken Liste Fürth nebst grimmig entschlossener Standbesatzung, zur linken und zur rechten Seite haben sich auf Tuchfühlung gehende Antifa´s, SDAJ`ler, und junge wie alte Fürtherinnen und Fürther zu einer lautstarken Protestkundgebung formiert und aus Richtung U-Bahn ,die Rolltreppe hoch, kommen immer wieder Passanten, die aus ihrer Abneigung gegenüber der NPD keinen Hehl machen. Die Aufforderung der Rechten, sich doch bitte, bitte ein Herz für Deutschland zu nehmen und ihnen ihr rassistische Propagandamaterial abzunehmen, anstatt es in die bereitgestellten Mülltüten zu werfen, wird mit ungläubigem Kopfschütteln, angewidertem Gesichtsausdruck oder den empörten Worten : „Seh ich aus wie ein Nazi!?" quittiert. Eigentlich hatten sich die deutschesten aller Deutschen am Samstag Vormittag auf dem Kohlenmarkt eingefunden, um in einer letzten, opferreichen Entscheidungsschlacht ihre Kräfte vor dem Wahlamt zusammenzuziehen, und noch mit ersterbender Stimme um die letzten Unterschriften für einen Antritt der NPD zu den Kommunalwahlen im März zu werben. Knapp vier Stunden später, als sie sich aufs äußerste zerknirscht wieder aus dem Staub machen, hat sich wohl auch beim Letzten die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Fürther Bevölkerung ihr faschistoides, spalterisches Geschwätz weder braucht noch duldet. Vier Stunden antifaschistisches Engagement, Aktion, Spass und Aufklärung liegen an diesem Samstag hinter dem breiten, antifaschistischen Widerstand in Fürth. Hinter den Nazis liegen stattdessen vier Stunden Spiessruten laufen. Sei es, dass ihre Flugblattverteilung alle möglichen Reaktionen hervorruft, nur nicht die von ihnen beabsichtigte, sei es, dass sie ihren Infostand auf der Fürther Freiheit eingezäunt wie Tiere im Zoo abhalten müssen, beschallt mit „Nazis raus -Rufen" und antifaschistischer Musik, dass es ihnen in keinster Weise gelingt das Fürther Stadtbild an diesem Tag in ihrem Sinne zu prägen oder auch nur eine einzig Unterschrift zu sammeln; so oder so wird der heutige Tag als eindeutige Niederlage der NPD in ihrem Kampf um die Straße und in ihrem Kampf um die Parlamente in die Geschichte des Kommunalwahlkampfes in Fürth eingehen.

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