Am Samstag, den 19.9., wollte die Bundeswehr den „Tag der offenen Tür“ nutzen, um auf der Fürther Freiheit eine militaristische Propagandashow abzuziehen. Einem breites Bündnis von Antifa über SDAJ bis zur PDL gelang es aber durch vielfältige Aktionen, der Bundeswehr diesen Tag zu vermiesen.

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Gegen 10.45h kam es in der Fußgängerzone zu ersten Auseinandersetzungen mit der Polizei und dem USK als eine Gruppe von KriegsgegnerInnen versuchte zu einer legal angemeldeten Veranstaltung zu gelangen. Das von zwei Neonazis alarmierte USK stoppte die friedlich laufenden Menschen in der belebten Fußgängerzone, wurde handgreiflich und untersagte das Verteilen von Flugblättern sowie das Tragen von Transparenten. In Blick,- und Hörweite einer CSU-Veranstaltung mit Christian Schmidt, HiWi des Bundesverteidigungsministers, wurden mehrer Personen von der Polizei umstellt und ihre Personalien aufgenommen. Währenddessen nutzten einige Flugblattverteiler das rege Interesse der Passanten an diesem „Schauspiel“, um lautstark und mit Infomaterial auf die Unerwünschtheit der Bundeswehr samt ihrer Propagandashow in Fürth und anderswo hinzuweisen und klar zu machen, dass die selbstherrlich Einschätzung der Bundeswehr, sie würde „Zukunft schaffen“ in keinster Weise geteilt wird.
Rund um die Fürther Freiheit, auf der die Bundeswehr offenbar das Hausrecht bekommen hatte (Feldjäger waren im Einsatz) fanden sich nun immer mehr KriegsgegnerInnen mit Transparenten, aber nur sehr wenig ernsthaft an der Bundeswehr Interessierte ein. Wie schon zuvor in der Fußgängerzone fanden die Flugblätter von SDAJ und ALF reisenden Absatz unter den Passanten. Die meisten Fürtherinnen und Fürther machten einen Bogen um die von USK und Polizei geschützte Bundeswehr. In den Nebenstraßen wurden Papiertransparente gut sichtbar aufgehängt.
Um 14.00 wurden in einer Flashmobaktion über 200 Luftballons mit Friedenstaube auf blauem Grund in die Luft gelassen.
Zeitgleich fand direkt auf dem Bundeswehrplatz ein „Die in“ statt. Begleitet von Parolen wie „Bundeswehr raus aus Afghanistan!“ und „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt!“ wurde zu Füßen der uniformierten Soldaten ein Leichenberg in Szene gesetzt.
Ein Schauspiel, dass die Ablehnung gegen Militarismus und Krieg sehr anschaulich machte.

Fazit: Ohne große Mobilisierung gingen in Fürth spontan genug Menschen gegen die Bundeswehr auf die Straße, um gegen diese Art der Kriegsverherrlichung ein klares Zeichen zu setzen. Auch wenn es empörend ist, dass die Stadtoberen eine derartige Propagandashow für Krieg und Militarismus zugelassen und befürwortet haben, sprach die breite Ablehnung der Passanten und die rege Resonanz auf Gegenaktivitäten bei vielen Fürtherinnnen und Fürthern für sich. Die Nachricht an das Militär, dass es hier im öffentlichen Raum keinen Platz und keine Toleranz für Militarismus gibt, war nicht zu übersehen.
Wir werden weiterhin ein öffentliches und nichtöffentliches Werben und Lügen der Bundeswehr nicht tolerieren und unser möglichstes tun, derartigen Rattenfängermethoden einen Strich durch die Rechnung zu machen.

 

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