m 13.11. haben über 32.000 Menschen gegen die Politik der schwarz-gelben Regierung in Nürnberg protestiert. Kämpferische Stimmung im antikapitalistischen Block. Von drei Auftaktorten zogen die Demonstrationszüge zum Kornmarkt und legten die Nürnberger Innenstadt für Stunden lahm. Mit fast 500 Bussen waren ArbeiterInnen und Angestellte aus ganz Bayern nach Nürnberg gekommen, um der Sozialraubpolitik der Herrschenden eine klare Absage zu erteilen. Am antikapitalistischen Block, der auf die Initiative der „Organisierten Autonomie“ zurückging und von SDAJ, DKP und ROJA unterstützt wurde, beteiligten sich mehrere hundert Menschen. Während sich die RednerInnen bei der Abschlusskundgebung am Kornmarkt damit zufrieden gaben, das, was zwischen 60 – 80 % der Bevölkerung ohnehin ablehnen (Rente mit 67, Leiharbeit, Gesundheitsreform, Sparpaket) verbal zu geißeln, wurde durch den antikapitalistischen Block eine Orientierung auf die Notwendigkeit des Klassenkampfs von unten gegeben: Dort wo man lebt, arbeitet und lernt müssen Basiskämpfe zur Abwehr von Verschlechterungen oder zur Erringung von Verbesserungen aktiv initiiert und geführt werden. Bundesweit muss auf die Organisierung eines politischen Generalstreiks hin gearbeitet werden, das kapitalistische System muss gekippt werden. Diese, durch Transpis, Flugblätter und Parolen zum Ausdruck gebrachten Forderungen fanden bei sehr vielen GewerkschaftskollegInnen großen Zuspruch. Einzig die DGB Führung fand so eine Orientierung offenbar nicht so schön, weshalb sie es untersagte den mitgebrachten Lautsprecherwagen mit zu führen.
An dieser Bayernweiten Demonstration haben sich weit mehr Menschen als vom DGB erwartet Beteiligt. Ob sie, wie angekündigt nur ein Auftakt für den angekündigten „heißen Herbst“ war wird sich noch herausstellen. Sicher ist aber das es für die SDAJ Bayern ein gelungener Auftakt für die nun startende Kampagne: „Fight back! – Das Kapital schlägt zu, wir schlagen zurück!“ gewesen ist.

 

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