Ab 10.00h machten sich die ersten kleinen Demozüge einzelner Schulen auf den Weg zur Lorenzkirche. Um 11.30h startete dort die Kundgebung. In Redebeiträgen wurde hauptsächlich die Abschaffung des G8 und der Studiengebühren sowie die Rücknahem das Bologna Prozess gefordert. Es wurde aber auch das Bildungssystem in den gesamtgesellschaftlichen Kontext gestellt. Die Kritik richtete sich deshalb in weiten Teilen gegen das kapitalistische System bzw. Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien dieses Systems. Auch wurden Forderungen von Azubis nach Übernahme und qualitativ guter Ausbildung gestellt. Hierzu gab es auch ein Grußwort der Jugendauszubildenden Vertretung der AEG Rothenburg. Die Orientierung des Bildungsstreikbündnisses lautete: Heute streiken und morgen in Schule, Uni und Betrieb Kleinarbeit leisten, denn nur dort wo man lebt, lernt oder arbeitet kann man am effektivsten kämpfen und zusammen mit anderen Druck aufbauen.

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Die kämpferische und lautstarke Demo zog zum Weißen Turm hier gab es einen Redebeitrag der GEW und vor der Polizeidirektion einen gegen Repression. Dies kam nur teilweise bei den Grünen an denn es gab im laufe des Tages 3 festnahmen. Allerdings wurde auf Pfefferspray und Schlagstockeinsatz, wie beim letzten Bildungsstreik, gegen friedliche Demonstranten verzichtet. Über den Hauptbahnhof gings dann weiter zur Ohm-Uni. Dort hatte eine Vollversammlung am Vormittag beschlossen einen Trakt zu besetzen. Spontan schlossen sich die Demonstranten den Studenten in der Uni an. Dies wurde anfangs von der Polizei unterbunden. Warum wusste wohl nur die Einsatzleitung denn keiner der Hausrechtsinhaber hatte ein Problem damit.
In der besetzen Uni gab es dann ein Plenum auf dem Regeln für den besetzten Teil aufgestellt wurden. Es wurden AGs zur Versorgung, und Pressearbeit eingerichtet. Am Abend wurden Forderungen erarbeitet und es fanden die ersten Workshops statt. Ein Highlight war die Veranstaltung mit einen österreichischen Genossen des KJÖ aus Graz der von der dortigen, über 20 Tägigen, Unibesetzung berichtete und erzählte wie die Organisation dort ablief.
Allen Bildungsaktivisten ist klar das Streik, Demo und Besetzung nur der Auftakt für weitere Aktionen sein können.

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