Infostand am Stadtjugendfest Wasserburg

In unserer beschaulichen Kleinstadt Wasserburg ist ja nicht allzu oft was los, wenn also mal was passiert, dann sind wir als SDAJ natürlich mit dabei. So war das auch am 15.9.07 am Stadtjugendfest. Bei diesem Fest dürfen sich alle Organisationen der Stadt mit ihrem Jugendprogramm vorstellen. So waren also neben der Feuerwehrjugend, dem Bundnaturschutz und dem Blasmusikorchester auch unsere lieben Freunde der Jungen Union vertreten. Der ein oder andere erinnert sich jetzt vielleicht an Basis05, als die JU beim Entdecken des kommunistischen Manifests von Marx und Engels schrie, dann könnten sie ja auch "Mein Kampf auslegen". Nach einem mehr oder weniger glücklichen Zufall standen nun also die Wasserburger Vertreter dieser Stoiberjugend auch noch direkt neben unserem Stand.

Es fing alles an mit einem gegenseitigem Beschnuppern, wir sahen uns ihr "Europa-Quiz" an, zu dem die Antworten auf großen Plakaten in den Tiefen ihres Pavillons standen und bemerkten im selben Moment die Bon-Bons, die der große Bruder CSU spendiert hatte. Nach dem sie ihre Stehtischchen mit weiß-blauen Servietten beklebt hatten kamen sie rüber und merkten, dass wir statt auf eine Imbissbude auf eine Inhaltsbude gesetzt hatten. Das Hauptthema unseres Infostandes war die Unterschriftenkampagne zum NPD-Verbot, wir hatten Unterschriftenlisten, Zeitungen und Aufkleber die weggingen wie warme Semmeln. Doch auch bei anderen Schwerpunkten der SDAJ waren wir gut aufgestellt. Es gab jede Menge Broschüren zu Kriegs- , Schul-, Ausländer- und Arbeiterjugendpolitik. Auch das Magazin der SDAJ „Position“ lag in großer Auswahl bereit. Nach einiger Zeit traute sich eine junge Unionslerin an unseren Stand und fing eine Diskussion an, die sie nach fünf Minuten mit dem schlagkräftigen Argument „studierts erstmal Wirtschaft“ beendete. Außerdem brachte sie zum Thema NPD-Verbot noch folgenden aussagekräftigen Satz ein „natürlich find ich die NPD auch nicht toll, aber eigentlich bräuchte man ja mehr von der Seite um die Linken besser einzudämmen“.

Dann war es mit der guten Nachbarschaft auch endgültig vorbei, denn der Platz hatte sich gefüllt und wir brachten nun unser Haupttransparent an. Auf diesem stand: „Was sie bei der JU nicht bekommen: NPD-Verbot“. Daraufhin wurde es zum ersten mal richtig hektisch bei der JU (Leute an ihrem Stand hatten sie ja keine) und sie rannten erst einmal zum Koalitionspartner in der Regierung, der SPD, um sich über uns zu beschweren.

Wir machten nun in aller Ruhe weiter Politik und verteilten neben dem Grundsatzflyer der SDAJ auch ein Flugblatt gegen Rechts um auf unsere Kampagne aufmerksam zu machen. Als die Bands anfingen zu spielen konnten wir noch einmal Unterschriften sammeln. Alle anderen Stände waren bereits abgebaut, wir kamen noch auf 125 Unterschriften gegen die NPD.

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