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17. UZ-Pressefest - Volksfest der DKP
 
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Über 100.000 bei bundesweiten Schulstreik! Keine Repressionen gegen politisch Interessierte SchülerInnen. Am Mittwoch, den 12.11. war es soweit: in ganz Deutschland ging Schülerinnen und Schüler für ihr Recht auf Bildung auf die Straße. Insgesamt über 100.000 blieben dem Unterricht fern, um in mehr als 40 Städten vor die Klassenzimmer zu gehen. Auch in Nürnberg und München haben über 4.500 Schüler von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht, um die unhaltbaren Zustände an deutschen Schulen vor Ort zu kritisieren und auch um endlich mal ihrem Ärger Luft zu machen. Mit selbst gemalten Transparenten, originellen Demosprüchen und vor allem lautstark setzten sie ein kreatives und deutliches Zeichen: „Wir sehen nicht länger zu, wie ihr unsere Zukunft ruiniert!“ Für bundesdeutsche Verhältnisse ist der Protest ein gelungener Anfang – und sicher nicht das Ende. Die Verhältnisse im deutschen Bildungswesen sind das erste Mal seit langem thematisiert worden – zur Überraschung von Medien und der Kanzlerin. Auch die Einschüchterungsversuche von ewig gestrigen Rektoren und Rektorinnen haben an vielen Orten nichts genutzt. „Verweis? Ja klar. Den häng ich mir zuhause an die Wand!“ Aber da die Schüler nicht schwänzen wollten, wie ihnen häufig unterstellt wurde, sondern für eine gerechte, demokratische Bildungspolitik demonstriert haben, werden diese Repressionen auf die Verantwortlichen selbst zurück fallen. In Nürnberg hat sich das „Bündnis zur Legalisierung des Schulstreiks“ gegründet das nun politisch und juristisch gegen die erteilten Verweise vorgeht. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) hat den Schulstreik tatkräftig unterstützt. In ihr sind Schülerinnen und Schüler organisiert, die für ein gerechtes Schulsystem kämpfen. Wir sind davon überzeugt, dass wir dann erfolgreich sein können, wenn die SchülerInnen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und für ihre Rechte kämpfen. Denn unser Bildungssystem verbaut großen Teilen der Jugend systematisch ihre Zukunft. Durch soziale Auslese, Konkurrenzdruck und immer weiter um sich greifende Privatisierung haben immer weniger Jugendliche eine Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die SDAJ wird weiterhin Proteste, Streiks und Aktionen unterstützen. Gemeinsam mit der lernenden Jugend werden wir überall da streiten, wo man unsere Zukunft aufs Spiel setzt. Das muss nicht immer ein bundesweiter Streik sein. Wir setzen uns ein, wenn wir uns die Preise in der Schulmensa nicht mehr leisten können, wenn die Bundeswehr an Schulen Kanonenfutter rekrutieren will, wenn Kopfnoten eingeführt werden sollen oder Direktoren politisch motivierte Verweise erteilen. Wir bieten den Zukunftskillern Paroli, jetzt und in Zukunft, an den Schulen, an den Unis und im Betrieb.

© 2009 by SDAJ-Bayern