
Willkommen
Ihr seid auf den Seiten der bayrischen SDAJ gelandet. Wir haben uns in der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) organisiert, weil wir es satt haben, dass Bundeswehrsoldaten weltweit Kriege führen, ausländische Menschen vor unseren Grenzen verbluten, Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist und wir nach der Schule ohne Ausbildungsstelle auf der Straße stehen. Wir lassen uns nicht länger einreden, dass Kriege für Menschenrechte geführt werden, AusländerInnen Menschen zweiter Klasse sind, wir zu faul oder zu unflexibel sind. Wir wollen, dass endlich diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die uns eine lebenswerte Zukunft versauen: Die Bosse und Großaktionäre der Konzerne und ihre Handlanger in Politik und Militär. Wir kämpfen für eine Welt ohne Krieg, Ausbeutung und Diskriminierung – für eine Gesellschaft in der nicht der Profit sondern der Mensch im Mittelpunkt des Interesses steht. Für uns ist diese Gesellschaft der Sozialismus, in dem die Grundlagen dafür gelegt werden, dass jeder Mensch nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten selbstbestimmt leben kann. Dabei erliegen wir nicht der Illusion, dass wir diese alternative Gesellschaft durch Verbesserungen allein erreichen können, sondern nur durch einen Bruch mit diesem kapitalistischen System. Deshalb verstehen wir uns als antikapitalistische und revolutionäre Jugendorganisation. In unseren Reihen sind SchülerInnen, StudentInnen, Azubis, junge ArbeiterInnen und Angestellte vertreten. Uns interessiert weder Hautfarbe noch sexuelle Orientierung. Was uns interessiert, ist gemeinsam für unsere Rechte zu kämpfen und die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Dafür brauchen wir auch DICH!

Kapitalismus abwracken!
WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE!
Die Krise ist in Deutschland angekommen: Steigende Arbeitslosigkeit, schrumpfende Wirtschaftsleistung um 4%, sinkende Steuerschätzungen… eine Horrormeldung jagt die nächste. Und eines ist klar: Die Unternehmer und Regierung versuchen, ihre Krise komplett auf die arbeitende Bevölkerung abzuwälzen.
Kein Unternehmen ist bereit, auch nur einen kleinen Teil der ganzen Rekordgewinne der letzten Jahre jetzt in der Krise zu verwenden, um Arbeitsplätze und Löhne zu sichern. Stattdessen wurden bereits Zehntausende Leiharbeiter rausgeschmissen, Kurzarbeit, Entlassungen stehen auf der Tagesordnung. Jugendliche sind besonders betroffen. Vor allem Jüngere haben Zeit- und Leiharbeitsverträge und stehen jetzt als erste auf der Straße. Noch mehr Azubis werden nach der Ausbildung nicht mehr fest übernommen. Und mit dem begonnenen Stellenabbau in den Betrieben wird den Jugendlichen ihr zukünftiger Arbeitsplatz geraubt. Und die Wirtschaft hat bereits angekündigt, es werde 2009 auch weniger Ausbildungsplätze geben.
MILLIARDEN//HILFEN//
AUF UNSERE KOSTEN!
Da hilft es auch nicht viel, wenn jetzt im Rahmen des Konjunkturpakets II ein paar überfällige Renovierungen an Schulgebäuden vorgenommen werden. Dadurch gibt es auch keine kleineren Klassen oder mehr Lehrer. Die Maßnahmen dienen einzig und allein der Ankurbelung der Wirtschaft und vor allem der Sicherung der Profite der Unternehmen, beispielsweise in der Rüstungsindustrie, in die mehrere 100 Millionen Konjunkturgelder fließen. Und das auf unsere Kosten, denn die weit über 50 Milliarden Euro, die die Regierung in die Konjunkturpakete steckt, und vor allem die Hunderte Milliarden, die sie den Banken und Konzernen schenkt, führen zu Rekordschulden des Staates. Schon jetzt wird laut überlegt, wie sie das Geld wieder rein holen. Bei gleichzeitiger Begrenzung der Schulden ist klar, dass dann auf einmal kein Geld mehr da ist, für Lehrer, Jugendzentren oder Ausbildungsplätze im Öffentlichen Dienst, denn man muss ja „die Schulden bremsen“.
Schon in den vergangenen Jahren wurde bei der Bildung gespart und gestrichen: Abi nach 8 Jahren, überfüllte Klassen, Studiengebühren sind nur ein paar der Folgen. Und die jetzt einzusparenden Summen
übersteigen alles bisher gekannte. Laut dem DGB wären rund 30 Milliarden Euro nötig, um das marode Bildungs-system in Deutschland wieder auf Vordermann zu bringen. Dafür ist kein Geld da – aber schon 120 Milliarden Euro für die Bank HypoRealEstate!
Für die einfache Bevölkerung sind
die „Hilfspakete“ damit eine ernste Bedrohung für ihre Zukunft. Retten tun sie nur die Unternehmer, Spekulanten und ihre Gewinne – ohne dass diese irgendeine Gegenleistung erbringen.
WAS TUN? WIDERSTAND!
Diese Politik muss umgekehrt werden, wenn es nicht zu einer Katastrophe für die Arbeiterklasse führen soll. Es muss das Vermögen der Unternehmer und Großaktionäre, die über Jahre aus den Arbeitern herausgepressten Gewinne genommen werden, um die Opfer der Krise, die Arbeiterklasse zu schützen; um Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten, die Übernahme zu sichern; um massiv Stellen in Schulen, Krankenhäusern, im Öffentlichen Dienst zu schaffen; um die Sozialsysteme und die Bildung zu verbessern.
Schon die ersten Maßnahmen von Unternehmen und ihrer Regierung zeigen, dass sie dies nicht freiwillig machen werden. Nur mit massivem Druck aus den Betrieben, den Schulen und von der Straße können wir uns jetzt in der Krise verteidigen, können wir unsere „Rettungsmaßnahmen“ gegen die Rettungspakete für Milliardäre und Spekulanten durchsetzen.
Der Anfang ist gemacht: Ende Februar protestierten tausende Stahlarbeiter von ThyssenKrupp, weil ihr Konzern bei 2,8 Milliarden Euro Gewinn erst 2.100 Leiharbeiter entlassen und Kurzarbeit eingeführt hat und nun Arbeitsplätze vernichten will. Sie forderten „Wir brauchen kein Programm zur Gewinnsicherung, sondern zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen.“ Die Belegschaft des Autozulieferers Federal Mogul in Wiesbaden ist in einen unbefristeten Streik getreten, um die Kündigung von über 400 Kollegen zu verhindern.
Auch die Schülerinnen und Schüler haben im gezeigt, dass sie sich nicht mehr unterbuttern lassen wollen: Hundertausend demonstrierten vergangenen November,
ein neuer Streik wird im Juni stattfinden. Sie alle zeigen: Nur mit entschlossenem Widerstand können wir verhindern, dass die Krise auf unserem Rücken ausgetragen wird.
KAPITALISMUS ABWRACKEN!
© 2009 by SDAJ-Bayern